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Augsburger Friedensinitiative

Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) ist ein lockeres Bündnis aus verschiedensten Organisationen und engagierten Einzelpersonen die gegen Krieg und Militarismus aktiv sind. Sie besteht seit 1980 und führt unter anderem den Augsburger Ostermarsch und die Augsburger Friedenswochen durch. Die AFI ist überparteilich und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts ein. Sie fordert darüber hinaus die Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.

 

Aktuelles

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Augsburger Ostermarsch 2023

Donnerstag, 23. März 2023

Augsburger Ostermarsch 2023

Kundgebung und Demo am Ostersamstag, 08.04.2023

Event date: 08.04.2023 10:30 Export event

10.30 Uhr, St. Anna, Goldschmiedekapelle
Friedensgebet von Christ*innen und Muslim*innen
Veranstalter: pax christi Augsburg, VIKZ Augsburg – augsburg.paxchristi.de
11.30 Uhr, Moritzplatz
Auftakt-Kundgebung mit Redebeiträgen verschiedener Augsburger Organisationen und Infoständen
Musik von Gerda Heinzmann
Nach der Kundgebung Demonstration durch die Augsburger Innenstadt begleitet von Sambamania (www.sambamania.de)

 

Aufruf zum Augsburger Ostermarsch 2023

Frieden statt „Zeitenwende“

Seit mehr als einem Jahr herrscht nun Krieg in der Ukraine. Den Angriff Russlands auf das Land hat Bundeskanzler Scholz als Anlass genommen, eine „Zeitenwende“ auszurufen. Tatsächlich hat aber gar keine Wende stattgefunden, sondern nur eine Verstärkung einer schon vorher bestehenden Politik der Aufrüstung und Konfrontation. Allerdings hat der Krieg Russlands gegen die Ukraine der Ampelkoalition die Möglichkeit gegeben, Bedenken gegen einen gigantischen Militäretat der 100 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden und zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschlingt, beiseitezuschieben.

Seit mehr als einem Jahr herrscht nun Krieg in der Ukraine. Den Angriff Russlands auf das Land hat Bundeskanzler Scholz als Anlass genommen, eine „Zeitenwende“ auszurufen. Tatsächlich hat aber gar keine Wende stattgefunden, sondern nur eine Verstärkung einer schon vorher bestehenden Politik der Aufrüstung und Konfrontation. Allerdings hat der Krieg Russlands gegen die Ukraine der Ampelkoalition die Möglichkeit gegeben, Bedenken gegen einen gigantischen Militäretat der 100 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden und zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschlingt, beiseitezuschieben. Dass es schon vor dem russischen Überfall völkerrechtswidrige Kriege auch des Westens gab – Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien – wird dabei von Regierung, CDU/CSU und weiten Teilen der Medien ebenso unter den Teppich gekehrt, wie die Vorgeschichte des Krieges seit 2014. Die Grenzen der viel beschworenen „westlichen Werte“ zeigt das Schweigen von Bundesrepublik und EU nach dem Angriff Aserbaidschans auf Armenien oder dem Krieg der Türkei gegen die Kurden im Norden Syriens (Rojava).

Versagt hat die militärische Machtpolitik

Jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Den größten Teil der Verantwortung für den Krieg in der Ukraine trägt Russland durch den völkerrechtswidrigen Angriff am 24.2.2022. Mit verantwortlich ist aber auch die Ukraine selbst durch die Nichtbefolgung des Minsk-II-Abkommens, sowie Frankreich und Deutschland als Vertragspartner, die hier bewusst keinen Druck auf die Ukraine ausgeübt haben. Die Erweiterung der NATO nach Osten und die enorme Aufrüstung des westlichen Militärbündnisses haben Russland nicht vom Angriff auf die Ukraine abgehalten, sondern waren sogar mit ein Auslöser für den Krieg.
Angesichts des Leids und der Zerstörung in der Ukraine müssten nun alle politischen Anstrengungen und auch öffentlichen Debatten das Ziel verfolgen, den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Das ist aber nicht der Fall: Es werden immer mehr und immer zerstörerische Waffen in den Krieg gepumpt und die Bedingungen für Verhandlungen werden in nicht zu erfüllende Höhen geschraubt – von allen Seiten. Nachdenkliche oder mahnende Stimmen, auch aus der Friedensbewegung, werden moralisierend verurteilt, Pazifist*innen beschimpft.
Heribert Prantl, ehemaliges Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, schreibt dazu in einem Kommentar für den NDR: „Es ist fatal und unendlich töricht, dass hierzulande schon die Wörter "Waffenstillstand", "Friedensappell" und "Frieden" als anrüchig gelten, wenn sie im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine gebraucht werden. Es ist fatal, wenn das Werben für eine diplomatische Offensive fast schon als Beihilfe zum Verbrechen bewertet wird.“

Verhandeln statt kämpfen

Waffen zu liefern, anstatt Wege zu einem Verhandlungsfrieden zu suchen, ist falsch. Sie verlängern den Krieg, mehr Menschen werden getötet oder verletzt, die Zerstörung von Wirtschaft und Infrastruktur in der Ukraine geht weiter. Echte Solidarität ist die Rettung von Menschenleben und die Aufnahme von Geflüchteten. Zudem müssen Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Russland und der Ukraine problemlos einreisen können und Asyl in der EU erhalten. Die AFI begrüßt die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in der EU. Die rassistische Ausgrenzung von Flüchtenden mit anderer Nationalität an den EU-Grenzen muss gestoppt werden.
Nur Diplomatie, Dialog und Kooperation können den Krieg in der Ukraine durch gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen allen Beteiligten – auch der NATO gegenüber Russland – beenden. Dabei müssen die Interessen aller Menschen auf dem Gebiet der Ukraine berücksichtigt werden, auch denen im Osten des Landes und auf der Krim.
Statt mit Hunderten Milliarden Euro für das Militär die Konfrontation mit Russland und auch China zu verstärken, sollte das Geld in weltweite Investitionsprogramme für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Bildung investiert werden. Die Klimakatastrophe kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller Länder abgewendet werden – ohne China und Russland geht es nicht. Gleichzeitig müssen Verhandlungen über Rüstungskontrollen, Abrüstung und die Abschaffung von Atomwaffen wieder aufgenommen werden. Die Gefahr eines Atomkrieges durch eine Eskalation des Krieges in der Ukraine ist heute so groß wie niemals seit der Kuba-Krise 1962.

Rüstungsexporte beenden!

Im vergangenen Jahr hat die Regierung aus SPD, Grünen und FDP Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt, die zweithöchste Summe in der Geschichte der Bundesrepublik. Etwa ein Viertel davon waren Waffenlieferungen an die Ukraine. Der Rest ging in andere Länder, darunter Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten.
Für Jürgen Grässlin, Sprecher der Aktion Aufschrei und Bundessprecher der DFG-VK zeigt sich hier die Heuchelei der Bundesregierung: „Während sie von mehr Restriktionen, Menschenrechten und Kontrolle spricht, genehmigt sie zugleich Kriegswaffentransfers an menschenrechtsverletzende und kriegführende Regierungen.“ Die AFI ist Teil der Aktion Aufschrei und unterstützt deren Forderung nach einem Verbot aller Rüstungsexporte - aufschrei-waffenhandel.de.

Der Aufruf zum Ostermarsch wird unterstützt von:
attac-augsburg, Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Augsburg, DKP Augsburg, Internationalistisches Bündnis, Öko-Sozial-Projekt, ZAM e.V. Zusammenschluss Augsburger Migranten(selbst)organisationen

Den Ostermarsch unterstützen zusätzlich:
MPLD Augsburg, pax christi Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg

Das Flugblatt mit dem obenstehenden Aufruf kann hier als A4-Vorlage zum Ausdrucken heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zu den geplanten Ostermärschen bundesweit  beim Netzwerk Friedenskooperative unter: www.ostermarsch.de.

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Termine

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  • Augsburger Ostermarsch 2026
    Augsburger Ostermarsch 2026

    Augsburger Ostermarsch 2026

    10.30 Uhr, Goldschmiedekapelle
    in St. Anna (Im Annahof 2)

    Christlich-Muslimisches Gebet für Frieden

    Multireligiöses Gebet mit Lesungen aus Koran und Bibel und Instrumentalmusik. Thema ist die Josefserzählung in Bibel und Koran.

    Veranstalter: pax christi Augsburg, Junger Dialog der Religionen – augsburg.paxchristi.de

     

    11.30 Uhr, Moritzplatz

    Augsburger Ostermarsch

    Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen und Friedensliedern zum Mitsingen von der Gruppe „Zeitenwende“.
    Update: Hier das Liedblatt mit den Texten der Friedenslieder, die gesungen werden.
    Anschließend Demonstration durch die Augsburger Innenstadt mit Musik von Sambamania.

    Bei der Kundgebung wünschen wir keine nationalen Flaggen und Symbole. Rechte, Antisemit*innen und Reichsbürger*innen sind nicht willkommen.

    Der Aufruf zum Ostermarsch wird unterstützt von:

    Augsburger Friedensinitiative (AFI), Augsburg für Palästina, AuxFAIR, BSW Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Die andere Reformation, Die Linke Augsburg, DKP Augsburg, Offenes Antifaschistisches Treffen Augsburg, pax christi Augsburg, Umweltgewerkschaft e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) KV Augsburg

    Das Flugblatt mit dem Aufruf kann hier als Ansichts-PDF und als A4-Vorlage zum Ausdrucken heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu den geplanten Ostermärschen bundesweit  beim Netzwerk Friedenskooperative unter: www.ostermarsch.de.

    Weitere Infos zu anderen Ostermärschen in der Region und der komplette Aufruftext: Klick auf "Read more"

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  • AFI-Plenum April 2026
    AFI-Plenum April 2026

    AFI-Plenum April 2026

    Vorgeschlagene Tagesordnung (als PDF):

    1. Aktuelles Thema
       
    2. Einschätzung zurückliegender Veranstaltungen
      05.03.2026 bundesweiter Schulstreik gegen die Wehrpflicht
      11.03.2026 „Zukunft für Israelis und Palästinenser“, Online-Vortrag mit Jeremy Milgrom
      04.04.2026 Augsburger Ostermarsch 2026

       
    3. Bisher geplante Veranstaltungen in 2026 
      17. 04.2026, 17.00 Uhr, Domvorplatz Augsburg, Max-Josef-Metzger-Gedenken
      01.05.2026, 1. Mai-Kundgebung
      08.05.2026 17:00 Uhr: Rathausplatz, Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus
      09.05.2026 10-17 Uhr: Bürgerhaus Pfersee, „Kraniche-Falten zum Versand nach Hiroshima“
      06.08.2026, 19:00 Uhr: „Militarisierung und die kommunale Zeitenwende“ mit Claudia Haydt
      Protest gegen Werbung der Bundeswehr schon bei Kindern in Kellmünz, 
      Veranstaltungen in den Friedenswochen im November 2026
      •    18.11.2026, 19:00 Uhr: Thema Antisemitismus mit Prof. Stefan Jakob Wimmer, pax christi
      •    24.11.2026, 19:30 Uhr: mit Andreas Zumach, AFI 
      •    mit Karin Leukefeld

       
    4. Sonstiges

    Mehr Informationen zur Tagesordnung per Klick auf "Read more"

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  • Gemeinsam für Gerechtigkeit und gegen Israels völkerrechtswidrige Angriffe
    Gemeinsam für Gerechtigkeit und gegen Israels völkerrechtswidrige Angriffe

    Gemeinsam für Gerechtigkeit und gegen Israels völkerrechtswidrige Angriffe

    Auch nach dem Verkünden des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran reisst die Gewalt in der Region nicht ab. Die israelische Regierung, die gemeinsam mit der US-Regierung den Iran völkerrechtswidrig angegriffen hat und gleichzeitig auch den Libanon beschießt, führt den Krieg gegen die dortige Zivilbevölkerung weiter. Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, verurteilte die israelischen Angriffe in ganz Libanon: „Das Ausmaß der Tötungen und Zerstörungen im Libanon ist heute schlichtweg entsetzlich. Ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Einigung auf einen Waffenstillstand mit dem Iran, ist unfassbar. Es setzt den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend braucht, enorm unter Druck.“

    Auch in Gaza, das aus der Berichterstattung der meisten Medien verschwunden ist, sterben täglich Menschen durch die Kugeln, Drohnen oder Bomben der israelischen Armee. Die Menschen sind in einem Teil des großflächig zerstörten Landstrichs zusammengedrängt, an anderen hält Israel besetzt, und werden dort nur unzureichend mit Nahrung und anderen lebenswichtigen Gütern versorgt, da die israelische Regierung weiterhin nur einen Teil der notwendigen Hilfslieferungen zulässt. Augsburg für Palästina  veranstaltet dem Motto "Gemeinsam für Gerechtigkeit und gegen Israels völkerrechtswidrige Angriffe" am Samstag, den 11.04.26 eine Kundgebung mit Demo auf. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Königsplatz. Die Augsburger Friedensinitiative unterstützt diese Aktion ruft zur Teilnahme auf.

    Mit dem Klick auf "Read more" geht es zum Aufruftext von Augsburg für Palästina, der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

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  • Widerstand – Pflicht, Recht, Unrecht, kriminell?
    Widerstand – Pflicht, Recht, Unrecht, kriminell?

    Widerstand – Pflicht, Recht, Unrecht, kriminell?

    (Bild: Demonstranten und Polizei bei Protesten gegen eine NPD-Versammlung in Augsburg, 1969. Foto: Engert / AZ-Bildarchiv)

    Die Zeiten, in denen Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime und dessen Angriffskrieg als Hochverrat verfolgt und mit dem Tod bestraft wurde, sind vorbei. Doch wie ist Widerstand heute zu bewerten, wenn demokratische Rechtsstaaten sich verändern, Rechtsstaatlichkeit eingeschränkt wird und der Rechtsstaat zu erodieren droht? Wird Widerstand dann zur Pflicht – und ab wann, und für wen?

    Wie ist das Widerstandsrecht des Grundgesetzes zu verstehen? Wo verläuft die Grenze zwischen Recht und strafbarem Unrecht – und wer bestimmt diese Grenze?

    Dr. Herbert Veh, ehemals Präsident des Landgerichts Augsburg, ist zusammen mit Prof. Dr. Arnd Koch Herausgeber des in der Reihe Augsburger Rechtsstudien erschienen Buches „Vor 70 Jahren ­ Stunde Null für die Justiz? Die Augsburger Justiz und das NS-Unrecht“. 

    Eine Veranstaltung der Reihe „Augsburger Beiträge zur historisch-politischen Bildung“ der Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg und ihrer Kooperationspartner, zu denen auch die AFI gehört. Der Flyer für die Veranstaltung kann hier bei der Stadt heruntergeladen werden.

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