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Augsburger Friedensinitiative

Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) ist ein lockeres Bündnis aus verschiedensten Organisationen und engagierten Einzelpersonen die gegen Krieg und Militarismus aktiv sind. Sie besteht seit 1980 und führt unter anderem den Augsburger Ostermarsch und die Augsburger Friedenswochen durch. Die AFI beteiligt sich aktiv an der Erinnerungskultur für die Opfer des Holocaust und alle Verfolgten des Nationalsozialismus. Die AFI ist überparteilich und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts ein. Sie fordert darüber hinaus die Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.

 

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Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis

Sonntag, 26. Januar 2025

Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis

Vortrag von Charlotte Wiedemann, 5. Februar 2025, 19:30 Uhr, Reichlesaal, Zeughaus

Event date: 05.02.2025 19:30 Export event

Die weitgereiste und welterfahrende Publizistin Charlotte Wiedemann sucht in ihrem jüngsten Buch nach Wegen, Erinnerungskultur im Geist globaler Gerechtigkeit neu zu denken. Dazu bringt sie zwei persönliche Anliegen in einen Dialog: Sensibilität und Verantwortung für die Shoah bewahren und eurozentrisches Geschichtsdenken überwinden. Sie stellt die von ihr selbst als „heikel“ bezeichnete Frage: „Gelten aus deutscher Perspektive womöglich nur die jüdischen Opfer als gleichwertige Gegenüber? Fällt es leichter, diesen Gleichwertigen gegenüber Schuld einzugestehen, als gegenüber Menschen, die offen oder insgeheim weiterhin verachtet werden, wie Roma oder Schwarze?“

Wiedemann fragt in ihrem Buch „Den Schmerz der Anderen begreifen: Holocaust und Weltgedächtnis“ (2022): „Welche Opfer sind uns nahe, welche bleiben fern und stumm? Welches Leid hat Stimme, welcher Schmerz spricht zur Welt? Was steuert Empathie?“

Parallel zu den Nürnberger Prozessen wurden in den Kolonien nie geahndete Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen - eine moralische Asymmetrie, die bis heute andauert. Millionen Kolonialsoldaten haben gegen Nazi-Deutschland gekämpft, aber bis heute denken wir die Befreiung vom Nationalsozialismus nicht mit der Freiheit und Würde des kolonisierten Menschen zusammen.

Erinnerungskulturen sind geprägt vom globalen Machtgefüge; manche Genozide, etwa in Kambodscha, blieben im Hinterhof der Weltgeschichte. Um der Bedeutung von Erinnern gerecht zu werden, braucht es ein inklusives und solidarisches Gedenken. „Nur wenn wir die uns aufgedrängte Skalierung in bedeutsame und unbedeutsame Tote radikal zurückweisen, können wir uns einer inklusiven, solidarischen Erinnerungshaltung nähern.“* „Wer die Shoah benutzt, um anderes Leid zu degradieren, hat ihre wichtigste Lehre nicht verstanden.“*

Die Autorin fordert uns heraus, Empathie als bewusste Haltung zu leben. Charlotte Wiedemann, geb. 1954, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Geprägt vom Schweigen in der eigenen Familie verfolgt sie die Debatten um die Verantwortung für den Nationalsozialismus seit vier Jahrzehnten.

*Zitate aus dem Buch „Den Schmerz der Anderen begreifen: Holocaust und Weltgedächtnis“

Veranstalter: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) KV Augsburg
in Kooperation mit: Attac Augsburg, Augsburger Friedensinitiative (AFI); Augsburg für Palästina, AuxFAIR, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, ErinnerungsWerkstatt Augsburg e.V., Frauenforum Aichach-Friedberg, Frauenzentrum Augsburg e.V., Gegen Vergessen- Für Demokratie RAG Augsburg-Schwaben, Initiativkreis Stolpersteine für Augsburg und Umgebung, pax christi Augsburg, Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg, Regionalverband Deutscher Sinti und Roma Schwaben e.V., Werkstatt Solidarische Welt e.V., Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e.V.

Den Flyer für die Veranstaltung gibt es hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen.

 

 

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    AFI-Plenum Juli 2026

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    1. Aktuelles Thema
       
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      10.06.2026, RENK-Hauptversammlung online
      29.06.2026, 17:00 – 18:00 Uhr: Kundgebung mit "Augsburg für Palästina" am Königsplatz 

       
    3. Geplante Veranstaltungen
      09.07.2026 19:00 Uhr: Zukunft für Israelis und Palästinenser, mit Rabbiner Jeremy Milgrom (siehe Anlage)
      06.08.2026, 19:00 Uhr: „Militarisierung und die kommunale Zeitenwende“ mit Claudia Haydt
      08.08.2026 12:00 – 17:00 Uhr; Botanischer Garten, Kinderfriedensfest
      11.08.2026: Protest gegen Werbung der Bundeswehr bei Kindern in Kellmünz, 
      01.09.2026 18:00 Uhr: Kundgebung zum Antikriegstag
      Spendenaktion „Blumen für Piskarewka“
      weitere Ideen zu AFI-Veranstaltungen in den 47. Augsburger Friedenswochen
      •    Film, A Single Day
      •    Vortrag zu Klimakiller Militär
      •    Vortrag mit Karin Leukefeld
      •    Diskussion des Friedensgutachtens 2026
      •    Lesung „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit. Oder: Krieg heißt Töten“,
      •    Vortrag zu Frieden und Soziales, Anita und Wolfgang
      •    Vortrag zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht

       
    4. Sonstiges

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  • Mayors for Peace – Flaggenaktion
    Mayors for Peace – Flaggenaktion

    Mayors for Peace – Flaggenaktion

    Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) appellieren die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Die Stadt Augsburg ist, aktuell vertreten durch Oberbürgermeister Freund, ebenfalls Teil der Bürgermeister für den Frieden. Traditionell wird mit dem Hissen der Flagge der Mayors for Peace an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima sowie Nagasaki gedacht und gleichzeitig das Verschrotten aller Atomwaffen gefordert. Dieses Jahr wird die Flagge im Rahmen der kleinen Friedenstafel in Oberhausen gehisst, die Ansprache dazu hält der zweite Bürgermeister Dirk Wurm. Flaggenhissung und Beginn der Friedenstafel sind um 15 Uhr auf dem Freudensplatz in Augsburg-Oberhause.

    Die AFI wird beim Hissen der Flagge mit Transparenten anwesend sein. Die Ankündigung der Friedenstafel hier im Programm des Ausgburger Friedensfestes. Weitere Infos zum Flaggentag der Mayors for Peace 2026 gibt es hier beim Netzwerk Friedenskooperative.

     

     

     

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  • Mahnwache für die Opfer in Gaza
    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Die Gruppe Augsburg für Palästina führt jeden zweiten Montag auf dem Königsplatz in Augsburg eine Mahnwache durch. Beginn ist um 17 Uhr. Die AFI unterstützt diese Aktionen und ruft zur Teilnahme auf. Die Bombardements und Angriffe der israelischen Armee in Gaza gehen auch nach der Waffenruhe weiter. Gleichzeitig sterben weiter Menschen, da nicht genügend Hilfsgüter  in das Land gelassen werden. Viele Hilfsorganisationen werden seit Januar daran gehindert, Hilfe zu leisten. Wir von der AFI fordern gemeinsam mit Augsburg für Palästina von der israelischen Regierung die Erfüllung des Waffenstillstands und dass die Versorgung der Menschen in Gaza ohne Einschränkungen zugelassen wird. Von der Bundesregierung fordern wir einen sofortigen Stopp der Exporte von Waffen und Rüstungsgütern nach Israel und ein Ende der Unterstützung der dortigen Regierung.

    Die einzelnen Termine für die Mahnwache sind unten im Kalender aufgeführt.

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