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Augsburger Friedensinitiative

Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) ist ein lockeres Bündnis aus verschiedensten Organisationen und engagierten Einzelpersonen die gegen Krieg und Militarismus aktiv sind. Sie besteht seit 1980 und führt unter anderem den Augsburger Ostermarsch und die Augsburger Friedenswochen durch. Die AFI beteiligt sich aktiv an der Erinnerungskultur für die Opfer des Holocaust und alle Verfolgten des Nationalsozialismus. Die AFI ist überparteilich und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts ein. Sie fordert darüber hinaus die Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.

 

Aktuelles

News, Informationen und Veranstaltungen aus AFI und Friedensbewegung. Einen Terminkalender finden Sie am Ende der Seite.

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Augsburger Ostermarsch 2026

Dienstag, 31. März 2026

Augsburger Ostermarsch 2026

Kundgebung und Demo am Ostersamstag, 04.04.2026

Event date: 04.04.2026 10:30 Export event

10.30 Uhr, Goldschmiedekapelle
in St. Anna (Im Annahof 2)

Christlich-Muslimisches Gebet für Frieden

Multireligiöses Gebet mit Lesungen aus Koran und Bibel und Instrumentalmusik. Thema ist die Josefserzählung in Bibel und Koran.

Christlich-Muslimisches Friedensgebet

Veranstalter: pax christi Augsburg, Junger Dialog der Religionen – augsburg.paxchristi.de

 

11.30 Uhr, Moritzplatz

Augsburger Ostermarsch

Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen und Friedensliedern zum Mitsingen von der Gruppe „Zeitenwende“.
Update: Hier das Liedblatt mit den Texten der Friedenslieder, die gesungen werden.
Anschließend Demonstration durch die Augsburger Innenstadt mit Musik von Sambamania.

Bei der Kundgebung wünschen wir keine nationalen Flaggen und Symbole. Rechte, Antisemit*innen und Reichsbürger*innen sind nicht willkommen.

Der Aufruf zum Ostermarsch wird unterstützt von:

Augsburger Friedensinitiative (AFI), Augsburg für Palästina, AuxFAIR, BSW Augsburg, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Die andere Reformation, Die Linke Augsburg, DKP Augsburg, Offenes Antifaschistisches Treffen Augsburg, pax christi Augsburg, Umweltgewerkschaft e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) KV Augsburg

Das Flugblatt mit dem Aufruf kann hier als Ansichts-PDF und als A4-Vorlage zum Ausdrucken heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu den geplanten Ostermärschen bundesweit  beim Netzwerk Friedenskooperative unter: www.ostermarsch.de.

Besonders hinweisen wollen wir auf den "Ostermarsch Draußen" der Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA) am Ostermontag. Er führt dieses Jahr unter dem Motto "Fliegerhorst! Luftwaffenschule! Jetzt auch noch Raketenabwehr?" nach Kaufbeuren. Zudem besteht die Möglichkeit, sich am Sonntag oder Montag am Friedensmarsch von Stuttgart nach Ulm zu beteiligen, den die Friedenswerkstatt Ulm durchführt.

 

Ostermarsch 2026 CoverHier der Aufruf zum Augsburger Ostermarsch 2026:

Milliarden für Menschen statt für Waffen

Vor dem Hintergrund globaler Macht- und Verteilungskämpfe nimmt die Militarisierung in unserem Land immer weiter Fahrt auf: Militärausgaben oberhalb von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden nun als sogenannte „Bereichsausnahme“ von der Schuldenbremse ausgenommen. Damit gibt es keine zeitliche oder finanzielle Grenze mehr für die weitere Aufrüstung der Bundeswehr. Die wurde schon in der Vergangenheit keineswegs „kaputtgespart“, wie von vielen Politiker*innen und Medien gerne 
behauptet wird: Tatsächlich stieg der deutsche Verteidigungshaushalt aber von (umgerechnet) rund 24 Mrd. Euro im Jahr 2000 bereits auf etwa 50 Mrd. Euro im Jahr 2020. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ging das Geschäft für die Rüstungsindustrie dann richtig los: 2024 lagen die Ausgaben für das Militär schon bei mehr als 90 Mrd. Euro. Und sie sollen weiter steigen: Für 2029 sind laut der Informationsstelle Militarisierung fast 153 Mrd. Euro geplant.

Um das zu finanzieren, werden massiv Schulden gemacht, deren Zinsen aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden müssen. Das geht nur durch massive Kürzungen im Sozialbereich, die unter der aktuellen Bundesregierung schon begonnen haben, mit dem Ziel, den bisherigen Sozialstaat mit sozialen Rechten für alle in einen autoritären Staat umzubauen, in dem das Recht auf Existenzsicherung faktisch abgeschafft wird.  Um das der Bevölkerung zu verkaufen, wird ein bevorstehender russischer Angriff auf die EU als Schreckgespenst an die Wand gemalt, obwohl Russland bei konventionellen Waffen militärisch unterlegen ist.

Die Bedrohungsspirale erhöht die Kriegsgefahr

Tatsächlich kann sich die Beschwörung eines drohenden Krieges als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung erweisen. Wenn etwa Nato-Generalsekretär Rutte warnt, das nächste Ziel Russlands sei Europa, das vor einem Krieg stehe, „wie ihn unsere Großväter und Urgroßväter geführt haben“, dann kann eine solche Aussage in Russland dazu führen, dass Politik und Militär davon ausgehen, dass es Europa ist, das sich durch die massive Aufrüstung auf einen Angriff auf Russland vorbereitet. Die geplante Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper in Deutschland treibt die Bedrohungsspirale mit der Gefahr eines Atomkriegs weiter an.

Frieden geht nur mit Diplomatie und Abrüstung

Frieden und Sicherheit können aber nicht durch Waffen und Gewalt erreicht werden, sondern nur durch Diplomatie, Interessenausgleich und Völkerverständigung.  Die drohende Wehrpflicht und die umfassende Militarisierung der Gesellschaft erfordern die Gegenwehr der Zivilgesellschaft. Nicht Kriegstüchtigkeit, sondern Friedensfähigkeit muss das Ziel sein.

Forderungen an die Bundesregierung:

•    Einen Stopp der maßlosen Ausgaben für Aufrüstung und Militär. Nötig sind Investitionen, die das Leben der Menschen verbessern und nicht bedrohen, in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz. 
•    Keine Belastung der nachfolgenden Generationen durch unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung des Klimaschutzes. Das Militär ist ein Klimakiller!
•    Einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des russischen Angriffskrieges und einen nachhaltigen Frieden für die Ukraine, der den Interessen aller Menschen in dem Land gerecht wird. Keine Sabotage von Verhandlungen!
•    Aufbau einer neuen gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur, die auf Interessenausgleich, Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung abzielt. Keine Waffenlieferungen und Kriegskredite!
•    Ein glaubwürdiges Eintreten für das Völkerrecht. Dauerhafte Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt. Wenn die Bundesregierung und die EU den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilen, aber den Angriff der USA auf Venezuela und den Iran ohne Konsequenzen hinnehmen, dann beschädigen sie damit das Völkerrecht noch weiter und machen ihre eigene „regelbasierte Weltordnung“ noch unglaubwürdiger, als sie es sowieso schon ist. Diplomatische Unterstützung der kurdischen Bevölkerung in Syrien ist ebenfalls notwendig.
•    Zudem muss sich die Bundesregierung auch für einen gerechten Frieden in Gaza einsetzen, mit dem ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben der Menschen dort möglich ist. Außerdem muss sie sich glaubwürdig gegen die völkerrechtswidrige Siedlungspolitik des Staates Israel stellen. Die Beihilfe der deutschen Regierung zum Völkermord an den Palästinenser*innen muss sofort beendet werden.

Das können wir selbst tun:

•    Gegen Krieg und Aufrüstung protestieren! In Friedensbewegung und Friedensorganisationen mitarbeiten!
•    Kriegsdienst verweigern! Kriegsdienstverweigerer und russische sowie ukrainische Deserteure unterstützen!
•    Soziale Verteidigung aufbauen als Gegenmodell zur militärischen Verteidigung. Das Konzept der Initiative „Sicherheit neu denken“ propagieren, das militärische „Sicherheitsansätze“ durch zivile und friedliche Konfliktlösungen ersetzt.
•    Sich gegen die Militarisierung der Gesellschaft stellen. Den Begriff „Friedensstadt Augsburg“ mit wirklichem Leben erfüllen!

 

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Termine

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  • AFI-Plenum Juni 2026
    AFI-Plenum Juni 2026

    AFI-Plenum Juni 2026

    Vorgeschlagene Tagesordnung (als PDF):

    1. Aktuelles Thema
       
    2. Einschätzung zurückliegender Veranstaltungen
      06.05.2026 Parents-Circle
      08.05.2026 Schülerstreik
      08.05.2026 Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus
      09.05.2026 Kraniche-Falten zum Versand nach Hiroshima
      15.05.2026 Palästina-Demo
      30.05.2026 Grafenwöhr, Kundgebung zur Stationierung von Mittelstreckenwaffen

       
    3. Geplante Veranstaltungen
      10.06.2026 10:00 Uhr: RENK-Hauptversammlung online
      06.08.2026, 19:00 Uhr: „Militarisierung und die kommunale Zeitenwende“ mit Claudia Haydt
      08.08.2026 12:00 – 17:00 Uhr; Botanischer Garten, Kinderfriedensfest
      01.09.2026 Kundgebung zum Antikriegstag
      Protest gegen Werbung der Bundeswehr bei Kindern in Kellmünz, 
      Ideen für weitere AFI-Veranstaltungen in den Friedenswochen
    4. Sonstiges

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  • 100 Jahre Mennonitengemeinde in Augsburg
    100 Jahre Mennonitengemeinde in Augsburg

    100 Jahre Mennonitengemeinde in Augsburg

    Die Mennonitengemeinde Augsburg arbeitet seit einigen Jahren in der AFI mit. Die Mennoniten sind als „evangelische Freikirche“ aus der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts entstanden. Die Täufer wollten sich nicht an staatlicher Gewalt (Kriegsdienst, Todesstrafe) beteiligen, stattdessen als Gemeinde ein Zeugnis des Friedens und der Gerechtigkeit sein. Darum werden die Mennoniten auch als „historische Friedenskirche“ bezeichnet und setzen sich noch heute aktiv für Frieden und Gewaltfreiheit ein.

    Vor 500 Jahren kam es in Augsburg zu den ersten Taufen Erwachsener. Die Täuferbewegung, im Jahr zuvor in Zürich gestartet, erreichte 1526 die Freie Reichsstadt und machte als dritte Reformationspartei von sich reden. – Seit 100 Jahren gibt es die heutige Augsburger Mennonitengemeinde. 1926 verlegte sie ihren Versammlungsort von Donauwörth in die Stadt am Lech. Dieses doppelte Jubiläum feiern Mennnonitengemeinde und das Erinnerungsprojekt „Die andere Reformation“ vom 4. bis 6. Juni 2026 mit einem dreitägigen Jubiläumsprogramm.

    Interessenten sind herzlich eingeladen sollten sich aber anmelden. Weitere Informationen, das Programm und der Link zur Anmeldung hier auf der Homepage der Mennonitengemeinde Augsburg.

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  • Mahnwache für die Opfer in Gaza
    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Die Gruppe Augsburg für Palästina führt jeden zweiten Montag auf dem Königsplatz in Augsburg eine Mahnwache durch. Beginn ist um 17 Uhr. Die AFI unterstützt diese Aktionen und ruft zur Teilnahme auf. Die Bombardements und Angriffe der israelischen Armee in Gaza gehen auch nach der Waffenruhe weiter. Gleichzeitig sterben weiter Menschen, da nicht genügend Hilfsgüter  in das Land gelassen werden. Viele Hilfsorganisationen werden seit Januar daran gehindert, Hilfe zu leisten. Wir von der AFI fordern gemeinsam mit Augsburg für Palästina von der israelischen Regierung die Erfüllung des Waffenstillstands und dass die Versorgung der Menschen in Gaza ohne Einschränkungen zugelassen wird. Von der Bundesregierung fordern wir einen sofortigen Stopp der Exporte von Waffen und Rüstungsgütern nach Israel und ein Ende der Unterstützung der dortigen Regierung.

    Die einzelnen Termine für die Mahnwache sind unten im Kalender aufgeführt.

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