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Augsburger Friedensinitiative

Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) ist ein lockeres Bündnis aus verschiedensten Organisationen und engagierten Einzelpersonen die gegen Krieg und Militarismus aktiv sind. Sie besteht seit 1980 und führt unter anderem den Augsburger Ostermarsch und die Augsburger Friedenswochen durch. Die AFI beteiligt sich aktiv an der Erinnerungskultur für die Opfer des Holocaust und alle Verfolgten des Nationalsozialismus. Die AFI ist überparteilich und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts ein. Sie fordert darüber hinaus die Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung.

 

Aktuelles

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Jeremy Milgrom, Zukunft für Israelis und Palästinenser in Würde und Sicherheit

Saturday, July 4, 2026

Jeremy Milgrom, Zukunft für Israelis und Palästinenser in Würde und Sicherheit

Donnerstag, 9. Juli, 19.00 Uhr, Kleiner Moritzsaal, Moritzkirche Augsburg

Event date: 7/9/2026 7:00 PM Export event

Jeremy Milgrom, Jahrgang 1953, Reformrabbiner und Friedensaktivist, lebt zwischen Jerusalem und Tel Aviv. Er ist Mitbegründer der Rabbis for Human Rights (1988) und Mitglied bei Clergy for Peace (»Geistliche für den Frieden«), die sich gegen Menschenrechtsverletzungen in Israel und den besetzten Gebieten stark macht.

Jeremy Milgrom wollte schon im März zu uns nach Augsburg kommen, jedoch kam da der israelisch-amerikanische Angriffskrieg gegen den Iran dazwischen und wir verlagerten die Veranstaltung mit ihm ins Internet. 

Jetzt wird er aber nach Augsburg kommen und persönlich berichten. Die Veranstaltung findet im Kleinen Moritzsaal statt, der Eingang ist ca. 20m rechts vom Eingang zur  Kirche. Veranstalter ist pax christi Augsburg, mit Unterstützung durch die AFI, die DFG-VK Augsburg, die VVN-BdA Augsburg und das Transferzentrum Frieden Augsburg.

Es geht ihm darum, Rechte von Minderheiten in Israel sowie von Palästinensern in den besetzten Gebieten zu schützen und eklatante Verletzungen der Grundrechte zu verhindern. Ihn trägt die Überzeugung, dass Gerechtigkeit für alle fest in der jüdischen Tradition und in der rabbinischen Lehre verwurzelt ist. Durch ihr Dasein und ihre Aktionen, wie die Unterstützung palästinensischer Bauern bei der Olivenernte, versuchen die Rabies for Human rights auch Druck auf politische Entscheidungsträger auszuüben, um die Wahrung der Menschenrechte zu gewährleisten, was aber bei der jetzigen Regierung fast nicht mehr möglich ist.

Milgrom, ein Rabbiner, ein Lehrer des Judentums, hat den Traum von einem Land, in dem Menschen mit unterschiedlicher Herkunft friedlich zusammenleben können. Die Palästinenser haben das gleiche ererbte Recht auf ihre Heimat wie die Israeliten, es muss möglich sein, dass Israeliten und Palästinenser in einem binationalen Staat gleichberechtigt zusammenleben. Milgrom zeigt Wege, wie dies gewaltlos und mit zivilem Ungehorsam gegen Unrecht und Waffengewalt gelingen kann.

Seine Erfahrungen mit Christen und Muslimen mitten in Jerusalem sind anders als die offizielle Meinung im israelischen Staat.

Für Milgrom ist nicht die Bibel selbst das Problem, sondern ihre Verbindung mit einem Kontext aus Angst und Nationalismus. „1800 Jahre lang hatten die Juden keine Armeen oder Instrumente organisierter Gewalt. Die praktische Tradition war eine Tradition der Gewaltlosigkeit. Mit dem Nationalismus werfen wir in einem Konfliktkontext unsere Geschichte der Gewaltlosigkeit über Bord und suchen in den Texten nach theologischen Rechtfertigungen für Gewalt.“

Die Tradition des Judentums erinnert daran, dass Frieden kein Geschenk ist, das uns fertig serviert wird, sondern etwas, das wir suchen und aufbauen müssen. Anerkennung der Existenz von Palästinensern muss ein Schritt, wenn auch ein fragiler, in Richtung einer Zukunft sein, in der Israelis und Palästinenser Seite an Seite leben können, jeder in Würde, jeder in Sicherheit, jeder in Frieden. 

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Termine

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  • AFI-Plenum Juli 2026
    AFI-Plenum Juli 2026

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    Vorgeschlagene Tagesordnung (als PDF):

    1. Aktuelles Thema
       
    2. Einschätzung zurückliegender Veranstaltungen
      10.06.2026, RENK-Hauptversammlung online
      29.06.2026, 17:00 – 18:00 Uhr: Kundgebung mit "Augsburg für Palästina" am Königsplatz 

       
    3. Geplante Veranstaltungen
      09.07.2026 19:00 Uhr: Zukunft für Israelis und Palästinenser, mit Rabbiner Jeremy Milgrom (siehe Anlage)
      06.08.2026, 19:00 Uhr: „Militarisierung und die kommunale Zeitenwende“ mit Claudia Haydt
      08.08.2026 12:00 – 17:00 Uhr; Botanischer Garten, Kinderfriedensfest
      11.08.2026: Protest gegen Werbung der Bundeswehr bei Kindern in Kellmünz, 
      01.09.2026 18:00 Uhr: Kundgebung zum Antikriegstag
      Spendenaktion „Blumen für Piskarewka“
      weitere Ideen zu AFI-Veranstaltungen in den 47. Augsburger Friedenswochen
      •    Film, A Single Day
      •    Vortrag zu Klimakiller Militär
      •    Vortrag mit Karin Leukefeld
      •    Diskussion des Friedensgutachtens 2026
      •    Lesung „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit. Oder: Krieg heißt Töten“,
      •    Vortrag zu Frieden und Soziales, Anita und Wolfgang
      •    Vortrag zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht

       
    4. Sonstiges

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  • Mahnwache für die Opfer in Gaza
    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Mahnwache für die Opfer in Gaza

    Die Gruppe Augsburg für Palästina führt jeden zweiten Montag auf dem Königsplatz in Augsburg eine Mahnwache durch. Beginn ist um 17 Uhr. Die AFI unterstützt diese Aktionen und ruft zur Teilnahme auf. Die Bombardements und Angriffe der israelischen Armee in Gaza gehen auch nach der Waffenruhe weiter. Gleichzeitig sterben weiter Menschen, da nicht genügend Hilfsgüter  in das Land gelassen werden. Viele Hilfsorganisationen werden seit Januar daran gehindert, Hilfe zu leisten. Wir von der AFI fordern gemeinsam mit Augsburg für Palästina von der israelischen Regierung die Erfüllung des Waffenstillstands und dass die Versorgung der Menschen in Gaza ohne Einschränkungen zugelassen wird. Von der Bundesregierung fordern wir einen sofortigen Stopp der Exporte von Waffen und Rüstungsgütern nach Israel und ein Ende der Unterstützung der dortigen Regierung.

    Die einzelnen Termine für die Mahnwache sind unten im Kalender aufgeführt.

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